Schiller Café & Restaurant
Täglich 10 bis 1 Uhr
Schillerstraße 3
04109 Leipzig
Telefon 0341-2 25 28 28
info@schiller-cafe.de
Kampf im Salat: Café Schiller
Im Juni fand das Leipziger Restauranthopping unter dem Motto „Regionale Köstlichkeiten“ im Café Schiller in der Schillerstraße statt.
Chefin Celina Kutylo hatte im Vorfeld auf die Besonderheiten des Café & Restaurant Schiller hingewiesen: Eine häufig wechselnde Karte, eine Vorliebe für Risotti, eine abwechlungsreiche Mittagskarte mit jeweils auch einem bürgerlichen Gericht, liebevoll “Omagericht“ genannt.
Als Café war mir das Schiller schon bekannt, und ich habe dort des Öfteren feinen Kuchen und guten Kaffee genossen.
Als sich nun die Genießerrunde eingefunden hatte, wurden wir von der Bedienung mit einem Prosecco begrüßt. Der sehr bemühte Ober war erst seit einigen Tagen im Restaurant tätig, was seine Unsicherheit erklärt. Das Restaurant war nur mäßig besetzt, der Abend noch jung, doch musste unsere Bedienung mehrfach in der Küche nachfragen, ob die gewünschten Gerichte noch vorrätig waren. Vielleicht lag dies auch daran, dass sich die Chefin und der eigentliche Koch auf ein Sommerfest begeben hatten.
Mein Cäsar Salat war lecker und üppig, der Riesling, den ich an diesem Abend trank, war sehr süffig, hätte jedoch etwas kühler sein können.
Unglücklich war eine Genießerin mit ihrem Hauptgericht, Schnitzel mit Spargel. Sie fand das Schnitzel zu klein, den Spargel holzig und mit zuviel Zitrone überdeckt, die Kartoffeln überaltert. Bei einem Landgasthofbesuch hat ihr ein ähnliches Gericht besser geschmeckt. Ihr Dessert jedoch, Feigen-Tortellini mit Malaga-Eis, hat sie gelobt.
Zwei Genießer hatten als Hauptgang das Lachssteak gewählt und waren recht zufrieden. Es wäre schön gewesen, ein Fischmesser angeboten zu bekommen. Lobend erwähnt wurde auch von Ihnen das Dessert, eine Mousse au Chocolat: lecker schokoladig.
Zu meinem Rindssteak hätte ich mir Salz und Pfeffer auf dem Tisch gewünscht, das Steak jedoch war lecker. Im Beilagensalat jedoch kämpften drei starke Geschmackspersönlichkeiten miteinander: Fenchel, Rucula und glatte Petersilie. Sicherlich einfallsreich, doch wäre eine harmonisierende Komponente wohltuend gewesen.
Das Zanderfilet mit Risotto wurde als zitronenlastig empfunden, das Risotto an sich als zu ausdrucksschwach. Doch auch dieser Genießer lobte das Dessert: Trifle mit Kirschen.
Wunderschön ist das Ambiente des Schiller, Wandgemälde in Anlehnung an Bilder von Tamara de Lempicka, hell und elegant. Fazit: Gesamtnote 3. Als Café können wir das Schiller wegen des hervorragenden Kaffees und der Süßspeisen empfehlen.




